Kohlezeichnung: Mit Kohle zeichnen

Kohlezeichnung: Mit Kohle zeichnen

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Die meisten Menschen denken beim Zeichnen mit Kohle an eine sehr einfache Art von Kunst. Etwas, das man in der Grundschule lernt und über das man nie wieder nachdenkt. Aber die Wahrheit ist, dass das Zeichnen mit Kohle ein sehr komplexes und lohnendes Medium sein kann, wenn Du weißt, wie man es richtig einsetzt. In diesem Artikel besprechen wir die Grundlagen des Kohlezeichnens und einige der Dinge, die Du dabei beachten solltest.

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Was ist eine Kohlezeichnung?

Eine Kohlezeichnung ist eine Zeichnung, bei der das verwendete Medium gepresstes Holzkohlepulver ist. Holzkohle wird durch das Verbrennen von Holzstäbchen hergestellt und dann zu einem feinen Pulver gemahlen. Sie wird seit Jahrhunderten von Künstlern verwendet, weil sie intensive Schwarz- und Grautöne erzeugen kann. Holzkohle kann auf verschiedene Arten verwendet werden, von lockeren Skizzen bis hin zu sehr detaillierten Zeichnungen.

Kohlezeichnung

nievesmares - stock.adobe.com

Zeichenkohle vs. Graphit

Manche Leute verwechseln Zeichenkohle mit Graphit, aber hierbei handelt es sich um zwei verschiedene Zeichenutensilien, die sich in einigen Punkten unterscheiden.

Minen aus Graphit sind viel härter und glatter im Vergleich zur Zeichenkohle. Das erkennt man wunderbar daran, dass Bleistiftzeichnungen im Licht schimmern und das Licht reflektieren, Kohlezeichnungen jedoch sind matt.

Mit einem Bleistift aus Graphit lassen sich feinere Linien und detailliertere Zeichnungen erstellen. Zeichenkohle eignet sich besser für große Formen und Schatten.

Bleistiftzeichnung

Was braucht man zum Zeichnen mit Kohle?

Ähnlich wie bei Bleistiften ist auch bei Zeichenkohle der Härtegrad beim Zeichnen wichtig. Sehr hartes Material erzeugt klare Linien, während weiches Material leichter zum Verwischen ist und sich damit weiche Übergänge erzeugen lassen. Gleichermaßen ist hartes Material leicht bruch- oder splitteranfällig, weiches Material kann wiederum an ungewollten Stellen verschmieren.

Zum Verwischen arbeitet man am besten mit einem Papierwischer. Mit diesem lässt sich kontrollierter und sauberer arbeiten als mit dem Finger. Außerdem überträgt man beim Verwischen mit dem Finger Körperfett auf das Papier, was beim Zeichnen eher suboptimal ist.

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Die verschiedenen Möglichkeiten, mit Kohle zu zeichnen

Nachdem wir nun die Grundlagen kennen, wollen wir über die verschiedenen Möglichkeiten sprechen, wie und wann Du mit Kohle zeichnen kannst.

Skizzieren

Die erste und gängigste Art, Kohle zu verwenden, ist das Skizzieren Deiner Ideen. Kohle ist dafür perfekt geeignet, weil Du damit Deine Ideen schnell und einfach zu Papier bringen kannst, ohne Dich um jedes Detail kümmern zu müssen. Fang einfach mit ein paar grundlegenden Formen und Linien an und baue dann von dort aus auf.

Schattierung

Sobald Du Deine Skizze fertiggestellt hast, kannst Du Schattierungen hinzufügen, um Deiner Zeichnung mehr Tiefe und Dimension zu verleihen. Kohle eignet sich hervorragend zum Schattieren, weil sie so tiefe Schwarz- und Grautöne erzeugen kann. Experimentiere mit unterschiedlichem Druck und Strichen, um zu sehen, welche Effekte Du erzielen kannst.

Kohlezeichnung fixieren

Wenn Du mit Deiner Zeichnung zufrieden bist, ist es Zeit sie zu fixieren. Dies ist besonders wichtig bei Zeichenkohle, da die Pigmente nicht fest am Papier haften und Deine Zeichnung ohne schnell verwischen werden kann.

Sprühe hierzu einfach mit einem Fixierspray auf das Bild und lass es trocknen. Danach ist Deine Zeichnung vor dem Verwischen geschützt.


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